Warum brauche ich ein Content Management System?

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Wed, 2007-10-24 12:47 by Hans

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Einführung

Inhaltsverzeichnis

für diesen Artikel

Dieser Artikel stellt interaktive Websites und ihre Technologie vor, die von manchen Marketing-Aktivisten auch "Web 2.0" genannt wird.

Die neue Fähigkeit ist, dass sowohl Sie als auch Web-Besucher sofort durch den Web-Browser in die Website hineinschreiben können, ohne dass sie besondere Web-Editor-Software verwenden müssen.

Das Schreiben unterliegt Berechtigungen, die für jede Person, Gruppe, Webseite oder Art des Beitrags verschieden sein können. Z.B. können Sie manchen Besuchern erlauben, neue Artikel in bestimmte Bereiche der Website zu schreiben, während andere nur das Recht erhalten, einen Kommentar an bestimmte, schon existierende Artikel anzuhängen, oder überhaupt kein Schreibrecht bekommen.

Der alte Weg

Sie sind Unternehmer? Sie brauchen eine Website!

Der klassische Weg, dazu zu kommen, ist, einen HTML-Editor wie Microsofts Expression Web zu nehmen und die Seiten zu schreiben. Dann verlinken Sie sie miteinander und mit einem gemeinsamen Inhaltsverzeichnis.

Wenn Ihnen nicht danach ist, das alles zu machen, weil Sie es selbst nicht können oder weil Sie annehmen, dass ein Spezialist ein besseres grafisches und technisches Design erstellen kann, dann heuern Sie einen Webdesigner an, der alles für Sie erledigt.

Dieses Vorgehen hat eine Reihe von Nachteilen.

  1. Der Webdesigner ist entweder teuer oder inkompetent oder, mit etwas Pech, beides.
  2. Der Webdesigner hat vielleicht seine eigenen Ideen darüber, wie die Links oder Menüs aussehen und funktionieren sollen. Diese Ideen können den Benutzererwartungen widersprechen oder, schlimmer, untereinander inkonsistent sein.
  3. Die Website ist statisch. Für jede Änderung, selbst die winzigste, müssen Sie dem Webdesigner einen Auftrag geben.
  4. Jede zusätzliche Funktion, wie eine Bildergalerie, ein Gästebuch, eine Umfrage, ein Email-Feedback-Formular, kostet Sie etwas und kann unharmonische Eigenarten haben.
  5. Typischerweise können Ihre Web-Besucher nur lesen. Sie können keine Kommentare eingeben oder irgendetwas mit Ihnen oder untereinander diskutieren.

Die Alternative—ein Content Management System

Die Lösung aller dieser Probleme kann ein Content Management System (CMS) sein, das einige oder alle der nachfolgenden Funktionen und Eigenschaften und noch mehr haben kann.

  • Ein fertiges System—es kostet keine Unsummen.
  • Konsistentes Aussehen—eine konsistente Benutzerschnittstelle.
  • Sie können ändern—Sie können selber den Inhalt verändern, ohne einen HTML-Editor, ein ftp-Programm oder irgendwelche andere Spezialsoftware zu benötigen. Alles, was Sie brauchen, haben Sie schon—Ihren Web-Browser.
  • Sie können schreiben—Sie können nicht nur existierende Inhalte ändern, sondern auch neue hinzufügen.
  • Webseiten—Sie können selbst vollständig neue Webseiten schreiben und hinzufügen.
  • Automatische Menüs—Es gibt automatische Menüs für Teile des Inhalts oder den gesamten Inhalt.
  • Änderbare Menüs—Sie können die Menüs selbst verändern, wenn Sie möchten.
  • Automatische Liste neuer Beiträge—Benutzer können eine Liste der neuesten Beiträge aufrufen, den letzten zuoberst.
  • Diverse Informationsblöcke—ähnlich wie die Liste neuer Beiträge gibt es verschiedene vorgefertigte Informationsblöcke, wie z.B. neueste Kommentare, neue Themen, aktive Themen, neue Benutzer, Benutzer, die jetzt online sind, und mehr. Sie können diese Blöcke auf die Website stellen und positionieren.
  • Blogs—Sie und andere Benutzer, denen Sie das Recht dazu gegeben haben, können auf dem System ihr eigenes, persönliches Weblog schreiben.
  • Foren—alle Benutzer oder nur bestimmte Benutzer können Foren benutzen, um verschiedene Themen zu diskutieren.
  • Umfragen—Sie können öffentliche Umfragen erstellen und gute statistische Rückmeldungen von Ihren Lesern erhalten. Sie können sogar von einer Seite auf bestimmte Umfragen verweisen und so direkt eine statistische Rückmeldung von Ihren Lesern bekommen.
  • Suche—Leser können die gesamte Website nach Schlüsselwörtern oder Phrasen absuchen. Sie können alle Seiten finden, für die sie das Leserecht haben.
  • Kontaktformulare—Sie und alle berechtigten Benutzer können per Email durch Kontaktformulare erreicht werden, ohne dem Absender die Email-Adresse bekanntmachen zu müssen.
  • Automatische Site-Map—das CMS erzeugt automatisch ein Inhaltsverzeichnis der gesamten Website, so dass die Leser alle Seiten schnell finden können.
  • Themen, Skins—Sie können verschiedene Designs der Website auswählen und Ihren Benutzern anbieten. Jeder kann die Website in seinem gewählten Design sehen.
  • News-Aggregator—Sie können wählen, dass das System automatisch gefilterte Nachrichten aus verschiedenen anderen Web-Quellen beschafft und in Kurzform anzeigt, mit Links zur jeweiligen Quelle.
  • RSS-Feeds—Benutzer können verschiedene Auswahlmöglichkeiten für Beiträge aus dem CMS-Inhalt abonnieren und alle neuen Inhalte automatisch auf ihren Computer geliefert bekommen.
  • Benutzer-Authentizierung—Sie können verlangen, dass einige oder alle Benutzer sich einloggen und identifizieren müssen, bevor sie bestimmte Funktionen des Systems benutzen können. Z.B können Sie jedem erlauben, einen öffentlichen Teil Ihrer Website zu lesen, aber bevor jemand schreibt, können Sie eine Registrierung verlangen, bei der auch die Email-Adresse des Benutzers automatisch geprüft wird.
  • Schutz vor Spam—Sie können bei der Registrierung neuer Benutzer verschiedene Tests aktivieren, die herausfinden, ob der neue Benutzer ein Mensch ist. Dadurch können automatische Spam-Bots sich nicht registrieren und Ihre Website missbrauchen.
  • Zugriffsrechte—Sie können Teile Ihrer Website vor der Allgemeinheit verschließen. Z.B. können Sie bestimmte Foren nur für interne Diskussionen mit Ihren Mitarbeitern und andere nur für Diskussionen mit bestimmten Lieferanten oder Kunden zulassen. Das CMS zeigt jedem Benutzer nur die Teile der Website, auf die er Zugriffsrechte hat.
  • Funktionsauswahl—Sie können fast alle der vorgenannten Funktionen ausschalten oder nicht installieren, wenn Sie sie nicht brauchen. So können Sie das CMS für Ihre individuellen Pläne und Bedürfnisse maßschneidern.
  • Erweiterbarkeit—ein gutes CMS erlaubt das Installieren von Zusatzmodulen, die zusätzliche Funktionen bereitstellen, wie z.B. einen Webshop mit Anschluss an Zahlungssysteme und viele weitere Funktionen.
  • Integration mit Ihrer existierenden Website—Sie brauchen Ihre bisherige Website nicht aufzugeben. Sie kann gleichzeitig neben dem CMS weiterbestehen. Beide können sogar denselben Domain-Namen benutzen und so die Kontinuität für Ihre Benutzer aufrechterhalten.

Was Sie aus dieser Liste ersehen können, ist, dass es nahezu unmöglich für einen Webdesigner ist, eine so reiche Vielfalt von Fähigkeiten herzustellen, ohne ein Content Management System zu verwenden. Für die meisten Websites, insbesondere kleinere, ist ein CMS der einzige vernünftige Weg.

Gibt es auch Nachteile?

Wo ist der Haken, wenn man ein CMS einsetzt? Betrachten wir einige mögliche Nachteile.

  1. Keine vollständige Freiheit des Designs.

    Das ist wahr, aber es ist auch ein Vorteil. Die konsistente Benutzeroberfläche ist eher ein Vorteil als eine Einschränkung.

  2. Man muss das CMS erst bedienen lernen.

    Das ist wahr, aber jedes gute CMS ist weitaus leichter zu erlernen als ein Web-Editor. Textänderungen sind sehr einfach.

  3. Es erfordert einen gewissen Pflegeaufwand.

    Das ist wahr, aber der größte Teil dieses Aufwands besteht in der Kommunikation mit Web-Benutzern. Sie können nicht beides haben, Kommunikation mit Ihren Benutzern und Ihre Ruhe. Wenn Ihre Website kommunikativ sein soll, dann müssen Sie auch kommunizieren.

    Sie können aber einen großen Teil dieses Aufwands an einen guten Administrator delegieren, der mit Ihren Benutzern umgeht und Sie erst hinzuzieht, wenn es wirklich nötig ist, z.B. wenn jemand eine Frage stellt, die nur Sie beantworten können.

Ja, ich will!

Es gibt viele verschiedene Content Management Systeme. Eines der populärsten ist WordPress, ein kleines Einbenutzer-Blog. Es kann für einen Ein-Mann-Betrieb ausreichend sein, wenn Foren und die meisten anderen Funktionen nicht benötigt werden.

Am anderen Ende der Skala finden sich große und komplexe Content Management Systeme wie Typo3, die viel Design-Freiheit erlauben, aber diese sind teuer und schwierig zu installieren, zu betreiben und zu benutzen.

Nahe der Obergrenze findet sich ein sehr leistungsfähiges aber dennoch leicht bedienbares und intelligent gestaltetes Open-Source-CMS namens Drupal. Das ist es, was Sie gerade betrachten, denn dieser Artikel wurde auf einer Drupal-Website geschrieben und veröffentlicht.

Die folgende Studie, durchgeführt von IBM, wählte under mehreren führenden Content Management Systemen ebenfalls Drupal aus: Using open source software to design, develop, and deploy a collaborative Web site (englisch)

Wenn Sie gerne eine weitere Website begutachten möchten, die von mir installiert wurde, von mir betrieben und administriert wird und auf Drupal basiert, werfen Sie bitte einen Blick auf die ATE Website (englisch) oder auf die Website des Weißen Hauses.

Wenn Sie an einer kompletten Dienstleistung interessiert sind, incl. Hosting, Installation, Design, Betrieb, Administration, Support und sozialer Betreuung, senden Sie mir bitte eine Email.

Hans-Georg Michna (Ihr Betreiber und Administrator dieser Website)